KBV — Kassenärztliche Bundesvereinigung
Bundesweite Spitzenorganisation der Vertragsärzte.
Bundesweite Spitzenorganisation der Vertragsärzte.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bündelt die 17 regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen und vertritt rund 175.000 Vertragsärzte und Psychotherapeuten gegenüber Bund, Spitzenverbänden der Krankenkassen und Politik. Sie verhandelt mit dem GKV-Spitzenverband den Bundesmantelvertrag, sitzt im Bewertungsausschuss und im Gemeinsamen Bundesausschuss. Die KBV gibt Richtlinien für Abrechnung, Doku-Anforderungen, Qualitätssicherung und Hygiene heraus. Sie veröffentlicht die KBV-Praxisnachrichten, die für Vertragsärzte faktisch Pflichtlektüre sind. Daneben betreibt sie Telematik-Projekte und unterstützt die Digitalisierungsstrategie der TI. Die Zwangsmitgliedschaft besteht über die regionale KV; eine direkte Mitgliedschaft in der KBV gibt es nicht. Die KBV ist demokratisch verfasst über die Vertreterversammlung der KVen.
KBV-Praxisnachrichten enthalten Pflicht-Updates zu EBM, KV-Plausi und Doku-Anforderungen — der Stil ist trocken, der Inhalt aber relevant. Wer die Nachrichten nicht liest, verpasst regelmäßig Änderungen, die direkt aufs Honorar wirken. Eine pragmatische Routine: einmal pro Woche 10 Minuten Praxisnachrichten überfliegen, relevante Punkte intern weitergeben. Bei größeren EBM-Änderungen lohnen die zusätzlichen KBV-Webinare. Die KBV-Themenservices zu DMP, ICD-10 und Hygiene sind kostenlose Vorlagen, die viel Eigenarbeit ersparen. Beschwerden zu KV-Bescheiden müssen formal an die regionale KV gerichtet werden, nicht an die KBV.
Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine rechtliche oder medizinische Beratung im Einzelfall.
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