Was passiert mit Ihrer KI, wenn der Anbieter pleitegeht?
Vendor-Lock-in, Datenexport, Löschbestätigung, auditierbare Modelle: Wie Sie sich vor dem Ausfall eines KI-Anbieters strukturell schützen.
Vendor-Lock-in, Datenexport, Löschbestätigung, auditierbare Modelle: Wie Sie sich vor dem Ausfall eines KI-Anbieters strukturell schützen.
KI-Anbieter sind junge Firmen. Die meisten existieren weniger als fünf Jahre, viele finanzieren sich aus Wagniskapital, einige werden in den nächsten 24 Monaten verschwinden — durch Insolvenz, Übernahme oder Strategiewechsel. Wer als Praxis darauf nicht vorbereitet ist, steht im schlimmsten Fall ohne nutzbare Software und ohne Zugriff auf eigene Daten da.
Nicht jede Anbieter-Krise ist eine Insolvenz. Drei Szenarien sind in der Branche bereits beobachtet worden:
„Unser ursprünglicher Anbieter wurde von einem US-Konzern gekauft. Plötzlich liefen unsere Daten über Server in Virginia. Wir haben gewechselt — der Wechsel hat sechs Monate gedauert.” — IT-Verantwortlicher einer MVZ-Gruppe
Lock-in heißt: Der Wechsel ist nicht nur unbequem, sondern teuer oder unmöglich. In der medizinischen KI gibt es drei typische Formen:
Wer alle drei vermeidet, kann jederzeit wechseln. Wer in alle drei läuft, ist gebunden.
Eine einfache Vorsorge: Tun Sie einmal pro Jahr so, als müssten Sie in vier Wochen den Anbieter wechseln. Beantworten Sie schriftlich:
Die Übung dauert zwei Stunden. Wenn Sie sie nicht beantworten können, haben Sie ein Problem — egal, wie stabil der Anbieter wirkt.
Hinter jeder KI steht ein Modell. Es gibt zwei Welten: proprietäre Black-Box-Modelle (GPT, Claude, Gemini) und auditierbare Modelle, deren Architektur und Gewichte dokumentiert sind. Auditierbare Modelle haben einen entscheidenden Vorteil im Pleite-Szenario: Sie laufen weiter, auch wenn der Anbieter weg ist.
Vergleich der Optionen:
| Modelltyp | Bei Anbieter-Pleite | Praxis-Eignung |
|---|---|---|
| Proprietäres Cloud-Modell | Software unbrauchbar | Hohe Bequemlichkeit, hohes Risiko |
| Proprietäres lokales Modell | Software läuft, keine Updates | Mittleres Risiko |
| Auditierbares Modell lokal | Software läuft auch ohne Original-Anbieter weiter | Niedrigstes Risiko |
Wer auf auditierbare, lokal lauffähige Modelle setzt, ist nicht von einem einzelnen Unternehmen abhängig — auch nicht von dem, der die Hardware geliefert hat.
Eine KI-Lösung mit eigener Hardware in der Praxis schützt strukturell vor Anbieter-Risiken:
Das gilt nicht automatisch für jede „On-Premise”-Lösung. Manche Anbieter installieren proprietäre Software auf otium.arx, die nach Anbieter-Aus genauso unbrauchbar ist wie eine Cloud. Achten Sie auf:
Drei Klauseln gehören in jeden KI-Vertrag:
Anbieter, die diese Klauseln ablehnen, sind ein Risiko, auch wenn sie heute solide wirken.
Hardware in der eigenen Praxis mit auditierbaren Modellen ist die belastbarste Vorsorge gegen Anbieter-Risiken — die Software läuft, die Daten bleiben, der Wechsel ist möglich. otium.doc setzt genau darauf: lokale Hardware, auditierbare Modelle, dokumentierte Datenformate.
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